Hippotherapie

hippoeinheitHippotherapie ist Physiotherapie auf neurologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Der Patient muss sich aktiv und passiv den Bewegungen des Pferderückens anpassen. Somit schafft es das Pferd, die Motorik, Sensorik und das Körperbewusstsein des Menschen positiv zu beeinflussen.

Hippotherapie verbessert das Gangbild, fördert das Gleichgewicht, die Aufrichtung und reguliert den Muskeltonus. Zudem hat sie einen positiven Einfluss auf Körperwahrnehmung, Raumlagebewusstsein und  fördert das Vertrauen zum eigenen Körper.

Da die Therapie mit Pferden in gleichem Maße auf Körper und Psyche einwirkt, stellt sie eine ausgezeichnete ganzheitliche Behandlung dar.

„Das Schwierigste an der Arbeit mit einem Pferd ist die Arbeit an sich selbst.“ (Timo Ameruoso)


Indikationen:

  • Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems wie z. B. Cerebralparese, Multiple Sklerose, Spina bifida, Z. n. Schlaganfall, Querschnittlähmung, Schädel-Hirn-Trauma
  • Muskel- und Stoffwechselerkrankungen
  • Chromosomenanomalien wie z. B. Down Syndrom

 

Ablauf der Therapie:

Nach Begrüßung des Pferdes kann der Patient mit Hilfe der Therapeutin und einer Rampe auf das Pferd
steigen.
Die Therapieeinheit verläuft meist in der Gangart Schritt. Es wird in einer Reithalle oder im Freien geritten und ein Pferdeführer ist für das Pferd  verantwortlich.
Die Impulse des Pferdes werden genutzt,
z. B. Tempo-Varianten, Schritt – Halt, gebogene Linien, besondere Übungen sind meist nicht erforderlich.

Die Therapeutin sitzt entweder mit auf dem Pferd oder sichert den Patienten und geht seitlich mit. Das Absitzen erfolgt wieder mit Hilfe der Therapeutin. 

Ich empfehle bequeme Kleidung, die auch schmutzig werden darf. Hosen sollten keine harten Nähte haben. Bei kaltem Wetter bitte warme Kleidung tragen, die doch Bewegungsfreiheit zulässt.

Video Hippotherpie